Verwendung

Das derzeit geförderte Gold wird zu etwa 85 % zu Schmuck verarbeitet, 12 % verwendet die Industrie (Elektronik, Medizin, Optik).[43] Die restlichen 3 % gelangen in Tresore von Banken.[44] Siehe hierzu auch Tabelle zu Angebot und Nachfrage.


Reinheit und Feingehalt

Karat

Gewichtspromille Gold in der Legierung

im Handel als

Atom % ca.

24 kt

999

Feingold 999

100

22 kt

916 2/3

Gold 916

83

20 kt

833 1/3

Gold 833

68

18 kt

750

Gold 750

50

14 kt

583 1/3

Gold 585

38

10 kt

416 2/3

Gold 417

23

9 kt

375

Gold 375

20

8 kt

333 1/3

Gold 333

18

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

            

Die Reinheit von Gold wird historisch in Karat (abgekürzt kt) angegeben. 24 Karat entsprechen purem Gold (Feingold). Mit Einführung des metrischen Systems wurde die Umstellung auf Promille-Angaben vorgenommen. So bedeutet der Stempeleindruck

 

„750“ in Goldware, dass das Metall von 1000 Gewichtsanteilen 750 Anteile (d. h. 3/4) reines Gold enthält, entsprechend 18 Karat

 

„585“ entspricht 14 Karat,

 

„375“ entspricht 9 Karat

 

„333“ entspricht 8 Karat.

 

Bullionmünzenhaben entweder 916,6 Promille (Krugerrand, Britannia, American Eagle) oder 999,9 Promille Gold (Wiener Philharmoniker,Maple Leaf, Nugget, American Buffalo). Die Reinheit kann aber auch mit einer Dezimalzahl angegeben werden, zum Beispiel als 0,999 oder 1,000 (Feingold).

Der exakte Feingehalt von Edelmetallen kann nur im Labor festgestellt werden. Im Alltag behelfen sich Goldschmiede, Münzsammler etc. zur annähernden Bestimmung des Feingehaltes darum mit der Strichprobe.

Hochwertiger Schmuck wird international üblicherweise aus Goldlegierungen mit einem Feingehalt von 750 oder höher angefertigt. Dabei ist Wahl des verwendeten Feingehaltes auch von regionalen und kulturellen Vorlieben beeinflusst. So werden auf dem amerikanischen Kontinent vor allem Legierungen mit 585 ‰ Goldanteil verwendet, während im Nahen Osten sattgelber Goldschmuck ab Feingehalte von etwa 20 bis 22 kt (833–916 ‰) aufwärts besonders geschätzt wird. In Südostasien und im chinesisch, thailändisch und malaiisch beeinflussten Kulturkreis geht dies traditionell sogar bis hin zum Schmuck aus reinem Feingold, der in der dortigen Kultur als besonders hochwertig betrachtet wird.

Die Anteile an eventuell enthaltenen anderen Edelmetallen (Silber, Palladium, Platin, Rhodium, Iridium u. a.) wird bei der Stempelung nicht berücksichtigt.

 


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